„Die Jugendlichen können unsere Anforderungen nicht mehr erfüllen – Ausnahmen gibt es natürlich“ lautet die oft gehörte Klage der Betriebe. „Wir wollen doch einen Ausbildungsplatz, aber wir  werden nicht genommen obwohl genug Ausbildungsplätze frei sind“ vernimmt man im Gegenzug von Jugendlichen, denen das Ganze unverständlich ist. „Das Matching passt nicht“, sagen viele, die versuchen Jugendliche auf  Ausbildungsplätze zu vermitteln. Dabei führen alle Akteure Begründungen an, die einzeln betrachtet durchaus nachvollziehbar und verständlich sind. Auch deshalb gibt es unzählige Projekte, die ein besseres Matching ermöglichen sollen und versuchen, möglichst alle Bedürfnisse zu beachten. …

Betriebe und Jugendliche – Ein kommunikativer Teufelskreis
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Dieses Thema ist im Kontext des Blogs vor und bei Schwelle 2 anzusiedeln. Die Entscheidung zum Europass (Nr. 2241/2004/EG des europäischen Parlamentes und des Rates vom 15. Dezember 2004) legt ein einheitliches gemeinschaftliches Rahmenkonzept zur Förderung der Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen durch Einführung eines persönlichen, koordinierten Portfolios von Dokumenten, „Europass“ genannt, fest, das Bürger auf freiwilliger Basis benutzen können, um ihre Qualifikationen und Kompetenzen in ganz Europa leichter ausweisen und präsentieren zu können. Der Europass ist also nicht nur ein einzelnes Element, sondern ein Servicesystem, mit welchem es möglich ist, sein …

Ein europäisches Servicesystem zur europaweit einheitlichen Darstellung von Qualifikationen und Kompetenzen
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Unter Lernortkooperation wird die Zusammenarbeit aller an der beruflichen Bildung mitwirkenden Institutionen, die in der beruflichen Bildung involviert sind, verstanden. […] Die Lernortkooperation kann sich auf inhaltliche, methodische, konzeptionelle oder auch finanzielle Zusammenarbeit beziehen. Lernortkooperationen dienen einer Verbesserung der Qualität beruflicher Bildung und können die Ausbildungsbereitschaft erhöhen (vgl. Euler, 2004, S. 94 ff). Es finden sich verpflichtende Lernortkooperationen im Handwerk gemäß Bundesgesetzgebung innerhalb des dualen Berufsbildungssystems zwischen Handwerks- und handwerksähnlichen Betrieben und Berufsschulen (Berufskollegs). In vielen Ausbildungsordnungen finden sich darüber hinaus noch Vorschriften, die überbetriebliche Ausbildungsstätten als dritten Lernort einbeziehen. Diese Möglichkeit …

Lernortkooperation in der beruflichen Bildung im Handwerk
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Dieser Beitrag ist spannend. Die zu Wort kommenden Autoren und Wissenschaftler machen mit deutlichen Worten auf mögliche Schwierigkeiten bei dem Thema aufmerksam. Es gibt sicher die eine oder andere Aussage, die als zu absolut empfunden werden kann. Dennoch sollten sie im Kontext berücksichtigt werden. Jahrgangs- und klassenweise versuchen die Jugendlichen an höhere Schulabschlüsse zu gelangen und scheitern daran nur allzu oft. Die Zahlen dazu variieren, werden jedoch immer mit über 60 % angegeben. Ein Beispiel: Von einer Hauptschulklasse (10) in Hagen mit 28 Schülern gehen zwei Schüler in eine duale Berufsausbildung, und …

Heilsbringer Studium – Konsequenzen und Risiken
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Recht aktuell ein Diskussionspapier betreffend der Berechnung der Abbrecherquote bei dualer Berufsausbildung (Februar 2014). Es ist sehr theoretisch, stellt aber die Berechnungsproblematik anschaulich dar. Schon kurios, wie es bei aller angeblichen Strukturierung und Reglementierung des deutschen Berufsbildungssystems kaum möglich ist, aussagekräftige Zahlen zu erhalten. Vor allem, wenn in Fördergeldanträgen die Abbrecherquoten z.B. in einer Region als Begründung für Maßnahmen herhalten müssen. „Zu Problemen der Berechnung einer Abbruchquote für die duale Berufsausbildung – Alternative Kalkulationen auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder“. Hier lässt sich das Dokument downloaden.

In diesem Beitrag möchte ich von einer vergangenen Tagung zur Gleichwertigkeit von beruflichen Weiterbildungsabschlüssen und akademischen Abschlüssen berichten, die zur Zeit durch die Anwendung des DQR wieder in den Vordergrund rückt. Es handelte sich dabei um die Vorstellung der zentralen Befunde der Studie “Berufswertigkeit konkret”. Diese Studie folgte einer ersten Studie “Berufswertigkeit” nach, die im Mai 2008 auf dem Weiterbildungskongress in Köln vorgestellt wurde. Die Veranstaltung wurde 2011 durch den Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) organisiert und hat an Aktualität auch nach der Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) nichts eingebüßt.

Hier habe ich noch eine Passage in dem Jahresbericht gefunden, die sich mit dem Fachkräftemangel beschätigt. „Der starke Facharbeitermangel im Baugewerbe hat erwiesen, dass die Lehrlingsausbildung namentlich im Maurerhandwerk und besonders in den Innungen der Großstädte in den letzten Jahren durchaus unzureichend war. Betr.: Einstellen von Lehrlingen: Um die Versorgung des Handwerks mit dem quantitativen und qualitativ ausreichenden Nachwuchs sicher zu stellen, erging am 8.1.36 die Anordnung des Landeshandwerksmeisters Westfalen, betr. Neueinstellung von Lehrlingen im Handwerk. Nach dieser Anordnung erfolgte bereits die Lehrlingseinstellung 1936. Anordnung: Um die Versorgung des Handwerks mit dem …

Aus dem Jahresbericht der Handwerkskammer zu Dortmund 1935/1936 – Facharbeitermangel
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