Irrgarten (piqs.de ID: d546cde52f7fe8daa607d917ea8b312c)

Als Bildungsberater und Kompetenzentwickler möchte ich in diesem Beitrag einige Aspekte der Bildungsberatung ansprechen, die auch in den Übergängen eine Rolle spielen (sollten). Individuelle und unabhängige Bildungsberatung ist in Deutschland selten, da sie in der Regel durch die Ratsuchenden selbst finanziert werden muss. Es kann durchaus sein, dass Gruppen mit erhöhtem Bildungsberatungsbedarf die finanziellen Mittel fehlen, um diesen Bedarf adäquat zu decken. Dieser Beitrag soll Hinweise auf die Komplexität des Themas geben und dazu anregen, weitere Beiträge in diesem Kontext zu veröffentlichen. Bildungsberatung – was ist das? Bildungsberatung wurde verschiedentlich definiert. Nach …

Individuelle Bildungsberatung auch im Übergang notwendig
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„Und wieder ein neues Portal welches verspricht, schneller willige, leistungsfähige und super Jugendliche für eine Ausbildung zu finden. Und noch eins, welches auch die perfekte Fachkraft punktgenau, passgenau und zeitnah im Betrieb landen lässt“ so höre ich öfter bei Gesprächen mit Betriebsinhabern. „Die kochen auch alle nur mit Wasser“ und „das klappte da auch nicht wie ich es mir vorstellte“ sind Sätze, die nur allzu oft folgen. „Scheint offenbar ja kein Problem der Vermittler oder Sucher zu sein, sondern eher der Bewerber – da zeigt sich mal wieder, dass die Anforderungen die man …

Suche nach Nachwuchs verlagert sich zur Suche der besten Sucher – Problem bleibt bestehen
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Ja, es gibt sie alle. „Die Bagaluten, die Nichtskönner, die nicht mehr rechnen können, nicht mehr rückwärts laufen können oder schlicht zu fett sind. Die Jugendlichen wollen alle nicht mehr. Die haben keinen Bock“ und so weiter und so fort tönt es allenthalben. In der Schule beginnt die Kategorisierung für die „weitere Verwendung“ bereits früh. Allerdings mangelt es an Begriffen für die Guten Schüler. Bereits die Bezeichnung „normaler Schüler“ ist schon gefühlt eine zweite Wahl. Aber es gibt schlechte Schüler und auch Schulversager (Systemunpassend wäre eher der passendere Begriff).  Jedenfalls sind diese „Benachteiligt“ und …

Risikoschüler! Systemunpassend – und wenn sie die letzten wären…
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Eine Provokation – mögen machen sagen, die alles dafür tun, dass Jugendliche z.B. in eine betriebliche Ausbildung einmünden. Allerdings passiert hier viel, was einfach Konsequenzen haben kann, die man trotz aller Zugewandheit nicht abschätzen kann. So gibt es auch „Bewerbungstrainer“, deren einziges Ziel jedoch der Verkauf z.B. von Krankenversicherungen ist. Und dies über das Vehikel von Assesmentcenter oder Bewerbungstraining, wie es so gerne angeboten wird. Wie auch immer hat Bewerbungstraining einen hohen Stellenwert und wird mannigfaltig ausgeübt. Hinweise, Ratschläge und „Zeigen von Verhaltensweisen“. Zeigen, was der Jugendliche tun soll. Aber was bedeutet …

Bewerbungsdressur – teilweise fatal für die Menschen
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„Die Jugendlichen können unsere Anforderungen nicht mehr erfüllen – Ausnahmen gibt es natürlich“ lautet die oft gehörte Klage der Betriebe. „Wir wollen doch einen Ausbildungsplatz, aber wir  werden ni cht genommen obwohl genug Ausbildungsplätze frei sind“ vernimmt man im Gegenzug von Jugendlichen, denen das Ganze unverständlich ist. „Das Matching passt nicht“, sagen viele, die versuchen Jugendliche auf  Ausbildungsplätze zu vermitteln. Dabei führen alle Akteure Begründungen an, die einzeln betrachtet durchaus nachvollziehbar und verständlich sind. Auch deshalb gibt es unzählige Projekte, die ein besseres Matching ermöglichen sollen und versuchen, möglichst alle Bedürfnisse zu …

Betriebe und Jugendliche – Ein kommunikativer Teufelskreis
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Dieses Thema ist im Kontext des Blogs vor und bei Schwelle 2 anzusiedeln. Die Entscheidung zum Europass (Nr. 2241/2004/EG des europäischen Parlamentes und des Rates vom 15. Dezember 2004) legt ein einheitliches gemeinschaftliches Rahmenkonzept zur Förderung der Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen durch Einführung eines persönlichen, koordinierten Portfolios von Dokumenten, „Europass“ genannt, fest, das Bürger auf freiwilliger Basis benutzen können, um ihre Qualifikationen und Kompetenzen in ganz Europa leichter ausweisen und präsentieren zu können. Der Europass ist also nicht nur ein einzelnes Element, sondern ein Servicesystem, mit welchem es möglich ist, sein …

Ein europäisches Servicesystem zur europaweit einheitlichen Darstellung von Qualifikationen und Kompetenzen mehr

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Unter Lernortkooperation wird die Zusammenarbeit aller an der beruflichen Bildung mitwirkenden Institutionen, die in der beruflichen Bildung involviert sind, verstanden. […] Die Lernortkooperation kann sich auf inhaltliche, methodische, konzeptionelle oder auch finanzielle Zusammenarbeit beziehen. Lernortkooperationen dienen einer Verbesserung der Qualität beruflicher Bildung und können die Ausbildungsbereitschaft erhöhen (vgl. Euler, 2004, S. 94 ff). Es finden sich verpflichtende Lernortkooperationen im Handwerk gemäß Bundesgesetzgebung innerhalb des dualen Berufsbildungssystems zwischen Handwerks- und handwerksähnlichen Betrieben und Berufsschulen (Berufskollegs). In vielen Ausbildungsordnungen finden sich darüber hinaus noch Vorschriften, die überbetriebliche Ausbildungsstätten als dritten Lernort einbeziehen. Diese Möglichkeit …

Lernortkooperation in der beruflichen Bildung im Handwerk mehr

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