Mit Blick auf die drei Berufsbildungsmessen, die ich im Ennepe-Ruhr-Kreis mitgestalten darf, sowie einer in aller Regelmäßigkeit auftauchenden Klage, dass Jugendliche alles tun, um einen höheren Schulabschluss zu erreichen, selbst „wenn schon klar ist, dass die das nicht schaffen“ [1], kommt bei der Ursachensuche auch immer das Wort Schutzraum Schule ins Gespräch. Die Ursachen dafür, dass teilweise 9 von 10 Schüler*innen auf ein Berufskolleg oder auf andere, weiterführende oder allgemeinbildende Schulen gehen, sind unterschiedlich. Die Hoffnung auf eine finanziell gut ausgestattete Zukunft oder eine ganz individuelle Perspektive für die eigene persönliche Entwicklung …

Was ist der Schutzraum Schule und was bedeutet das?
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Zu so später Stunde – und ich habe noch viel zu tun. Da erreicht mich eine Info, die ich hier etwas bekannter machen möchte. Das System hat den Hauptschulabschluss überwunden. Was für eine Nachricht. Was bedeutet das denn jetzt. Als geübter Skeptiker nehme ich mir das aktuelle Schulrechtsänderungsgesetz kurz „SchrÄG“ (was für eine treffende Abkürzung und auch ganz ofiziell) sowie das aktuelle Schulgesetz vom 23.2.2022 und lese in §12 Abs. 2: (2) Die Bildungsgänge der Sekundarstufe I enden mit Abschlüssen. Abschlüsse sind 1. der Erste Schulabschluss, 2. der Erweiterte Erste Schulabschluss und …

Der Hauptschulabschluss ist Geschichte – es gibt keinen Hauptschulabschluss mehr? – Änderung im Schulgesetz NRW vom Februar 2022
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Auch im aktuellen Jahr 2021 konnten junge Menschen wieder zwischen vielen Optionen im Bildungssystem wählen. Die Zahlen Die aktuelle Anzahl der Ausbildungsberufe gibt das Bundesinstitut für berufliche Bildung (BiBB) mit 324 an. Diese finden sich in Industrie und Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Freie Berufe, öffentlicher Dienst und Hauswirtschaft. Die Dauer der Berufe liegt zwischen 2 und 3,5 Jahren. Statista weist im Bereich der Studien für das Wintersemester 2020/2021 in Deutschland 18.745 verschiedene Bachelor- oder Masterstudiengänge aus (Es sind etwas mehr Bachelor als Masterstudiengänge). Insgesamt sind es mit kirchlichen Abschlüssen und anderen sogar 20.359 Studiengänge. …

Glückwunsch: Jugendliche und junge Erwachsene dürfen aus 448 Berufen und mehr als 20.000 Studiengängen wählen!
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Immer häufiger gibt es Internetseiten und Informationsbroschüren in sogenannter „leichter“ Sprache. Hier ein Beispiel in leichter Sprache aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Hier das Ganze in „normaler“ Sprache Ich frage mich, warum (wenn man es doch einfach verständlich darstellen kann) braucht es eine zweite Fassung in komplizierter Sprache? Wer in der Lage ist, die komplizierte Sprache zu verstehen, der versteht die leichte Sprache allemal. Im Übrigen verstehen auch Menschen die „normale“ Sprache oftmals nicht, auch wenn sie gut lesen und gut Deutsch können. Wenn die leichte Sprache Inhalte weglassen …

Informationen in leichter Sprache! Warum benötigt man Informationen in komplizierter Sprache? mehr

Ich bin mir sehr sicher, dass es sich bei dieser Grafik zu Missverständnissen kommen kann. Da es in meinen Augen in der Praxis eine durchaus entscheidende Hürde beim Zugang zu einer Fachhochschule sein kann, habe ich das BiBB angeschrieben (weil zentral mit der Koordinierung beschäftigt) mit der Bitte um Überprüfung der Sachverhalte. Eine Antwort habe ich auch erhalten: „Ich habe Ihr Anliegen an das zuständige Ministerium des Landes NRW weitergeleitet, da das Bundesinstitut für Berufsbildung nicht für den Inhalt des nordrhein-westfälischen Berufswahlpasses verantwortlich ist.“. Dieser Beitrag erhält entsprechende Updates, sofern Rückmeldungen eingehen. …

Potential für Missverständnisse im Berufswahlpass – Zugang zum Studium über berufliche Qualifizierung mit Hürde versehen
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Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Anders als sonst fange ich einfach mit einem Lösungsvorschlag an, der im Kern sogar systematisch relativ einfach machbar wäre. Es bräuchte Weiterbildung und Verlagerungen auf Kompetenzen, die den Umgang mit Informationen ermöglichen und nicht die Information selbst vermitteln. Chancen beginnen mit Möglichkeiten und Optionen. Damit die Gesellschaft über ihre Systeme die meisten Optionen und Möglichkeiten für sich selbst generieren kann, sollte deutlich im Vordergrund stehen, wer, wie und mit welchen Kompetenzen jemand das Bildungssystem verlässt. Die benötigten Kompetenzen dafür sind glücklicherweise die gleichen, wie sie für …

Und der Gewinner wäre – das Bildungssystem und die Gesellschaft
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Vorweg eine Erläuterung hinsichtlich der Selbsterhaltungskräfte in Systemen, die eine klare Relevanz für unser Bildungs- und Berufsbildungssystem haben. Bekanntermaßen nutzen wir nach wie vor ein allgemeines Bildungssystem aus der deutschen Kaiserzeit und ein Berufsbildungssystem, welches in den 1920er Jahren anfing, sich zu entwickeln. Stände und Schichten spielen dabei auch heute noch die wesentliche Rolle. Ich habe den Beitrag geschrieben, um die Sachverhalte besser verstehen zu können. Das System bröckelt…aber der alte Motor läuft weiter. Warum Modellversuche und Best-Practice wenig zu Veränderungen beitragen. Interessant im Zusammenhang mit dem Systemproblem in der Berufsbildung ist …

Beteiligung an dualer Berufsausbildung – Systemprobleme – Gedanken für mehr Beteiligung
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Heute findet sich hier der wohl kürzeste Beitrag, den ich in den letzten 11 Jahren auf den Blog gesetzt habe. Der Grund sind viele Gespräche zum Thema, die in den letzten Tagen aufkamen. Und niemand hat eine adäquate Antwort auf die beiden Fragen. Oder haben Sie einen Gedanken dazu als Leserinnen und Leser? Schreiben Sie bitte einen Kommentar. Die Frage: Warum gibt es in unserem Bildungssystem eine Selektion über eingebaute Barrieren*? Diese Frage kann man auch in zwei Fragen zerlegen. 1. Warum selektieren wir Zugänge zu Bildung? 2. Warum bauen wir dafür …

Selektion über Barrieren in das Bildungssystem. Warum?
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