Gleich vorweg – es ist fast unmöglich für mich in einem Blogbeitrag alle Elemente der Berufsordnung zu beschreiben. Daher möchte ich mich auf einen Kern konzentrieren, der häufig in der Berufsorientierung von Jugendlichen zum Tragen kommt: Es geht um die Anforderungen an einen Beruf. In aller Regel steht bei den Jugendlichen die Frage im Raum, welcher Beruf es sein soll. Was passt zu mir, bin ich geeignet für den Beruf und erfülle ich die Anforderungen. Leider wird die Frage, woher die Anforderungen resultieren und wer diese warum so festlegt nur selten gestellt. …

Die Anforderungen an einen Beruf – woher resultieren die und warum nicht alle von der gleichen „Sache“ reden
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Hier kann man sehen, was ein einzelner Student auslösen kann. Weltweit erregt das Video Aufmerksamkeit. In seiner Abschlussrede am Ende seines Studiums als Master in Erziehungswissenschaften spricht er über die Ungleichheit der Menschen. „Noch vor allen anderen Möglichkeiten ist Bildung die größte ausgleichende Kraft gegen die Ungleichheit der Menschen“ zitiert er Horace Mann. Er bezieht sich auf das Höhlengleichnis von Platon (welches den Sinn und die Notwendigkeit des Bildungswegs der Menschen als Befreiungsprozess darstellt) wenn er sagt: „Als Lehrer braucht es mehr als das Gerassel unserer Ketten mit eurer Stimme zu übertönen. Nehmt …

Donovan Livingston, M. Ed., Havard – Studentenabschlussrede – Ein Statement für die Bildung der Menschen „Lift Off“
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In einem Blogbeitrag von Gunvald Herdin und Monika Fischer gehen die Autoren auf die Frage ein, warum in Deutschland die Menschen im beruflichen Alltag immer noch zertifikatsorientiert handeln und nicht kompetenzorientiert. Der Beitrag brührt die wesentlichen Themen und beschreibt auch die Ungerechtigkeit, die sich dadurch für viele Menschen ergeben. Betrachtet werden hier die Lerner und die Menschen, die als Arbeitnehmer in der Arbeitswelt unterwegs sind. Im Umkehrschluss zu der Frage warum es für uns wichtiger ist zu sagen „Ich darf das“ (Zertifikat) als „Ich kann das“ (Kompetenz) müssen wir aber auch das …

Ist die Orientierung an Zertifikaten in der Arbeitswelt noch zeitgemäß?
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Jutta Allmendinger leitet  das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in Berlin und hat im Februar im Onlinemagazin des Stifterverbandes MERTON einen sehr treffenden Beitrag zur Situation der (Aus)Bildungssituation in Deutschland verfasst. Der Beitrag findet sich unter diesem Link: Wie ein gutes Ausbildungssystem aussehen sollte. Neben einer systemkritischen Betrachtung wendet sich Frau Allmendinger auch konkreten Gestaltungsmöglichkeiten zu. Den Inhalt des Beitrages kann ich in Gänze unterstützen, wobei als Fazit dennoch „nur“ ein könnte, müsste, sollte im Raume steht. Aber mehr kann auch nicht gehen. Neben den institutionellen Akteuren in Deutschland, sind meines Erachtens jedoch …

Kriterien an ein gutes Ausbildungssystem
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Der Inhaber und Meister (Herr Musterheizung) eines kleineren Handwerksbetriebes mit 3 Mitarbeitern, ist auf der Suche nach einem geeignetem Bewerber für einen Ausbildungsplatz zum Anlagenmechaniker in Sanitär Heizung und Klimatechnik. Der Betrieb, der hier Musterheizung heißt, hat schon einmal ausgebildet. Das war vor einigen Jahren. Dann gab es einmal ein größeres Problem mit einem Azubi und Musterheizung hatte die Nase voll. Er strich die Ausbildung. Da er aber seine Belegschaft erweitern möchte (die Auftragsbücher sind voll), fasst er den Entschluss, wieder auszubilden.

Als Bildungsberater und Kompetenzentwickler möchte ich in diesem Beitrag einige Aspekte der Bildungsberatung ansprechen, die auch in den Übergängen eine Rolle spielen (sollten). Individuelle und unabhängige Bildungsberatung ist in Deutschland selten, da sie in der Regel durch die Ratsuchenden selbst finanziert werden muss. Es kann durchaus sein, dass Gruppen mit erhöhtem Bildungsberatungsbedarf die finanziellen Mittel fehlen, um diesen Bedarf adäquat zu decken. Dieser Beitrag soll Hinweise auf die Komplexität des Themas geben und dazu anregen, weitere Beiträge in diesem Kontext zu veröffentlichen. Bildungsberatung – was ist das? Bildungsberatung wurde verschiedentlich definiert. Nach …

Individuelle Bildungsberatung auch im Übergang notwendig
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„Und wieder ein neues Portal welches verspricht, schneller willige, leistungsfähige und super Jugendliche für eine Ausbildung zu finden. Und noch eins, welches auch die perfekte Fachkraft punktgenau, passgenau und zeitnah im Betrieb landen lässt“ so höre ich öfter bei Gesprächen mit Betriebsinhabern. „Die kochen auch alle nur mit Wasser“ und „das klappte da auch nicht wie ich es mir vorstellte“ sind Sätze, die nur allzu oft folgen. „Scheint offenbar ja kein Problem der Vermittler oder Sucher zu sein, sondern eher der Bewerber – da zeigt sich mal wieder, dass die Anforderungen die man …

Suche nach Nachwuchs verlagert sich zur Suche der besten Sucher – Problem bleibt bestehen
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Ja, es gibt sie alle. „Die Bagaluten, die Nichtskönner, die nicht mehr rechnen können, nicht mehr rückwärts laufen können oder schlicht zu fett sind. Die Jugendlichen wollen alle nicht mehr. Die haben keinen Bock“ und so weiter und so fort tönt es allenthalben. In der Schule beginnt die Kategorisierung für die „weitere Verwendung“ bereits früh. Allerdings mangelt es an Begriffen für die Guten Schüler. Bereits die Bezeichnung „normaler Schüler“ ist schon gefühlt eine zweite Wahl. Aber es gibt schlechte Schüler und auch Schulversager (Systemunpassend wäre eher der passendere Begriff).  Jedenfalls sind diese „Benachteiligt“ und …

Risikoschüler! Systemunpassend – und wenn sie die letzten wären…
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