Wenn ein Unternehmer allein durch seine Haltung als nicht ausbildungsreif…

Wenn ein Unternehmer allein durch seine Haltung als nicht ausbildungsreif…<br><img class="text-align: justify" src="https://bildungswissenschaftler.de/wp-content/uploads/2013/07/praxis_120.png"/><img class="text-align: justify" src="https://bildungswissenschaftler.de/wp-content/uploads/2014/08/meinung_120.png"/>

Heute – E-Mail eines Unternehmens aus dem Gewerk der Metaller:

„[…]ich möchte an sowas nicht mehr teilnehmen.
Habe auch nicht mehr die Nerven für diese Generation von jugendlichen.
Ich werde auch nicht mehr ausbilden.
Bin seit über XX Jahre in diesen Beruf tätig.
Habe unzählige Azubis und Praktikanten gehabt, aber was in den letzten 10 Jahren auf uns Handwerksbetriebe losgelassen wird ist nicht mehr normal.“

Anmerkung vom Bildungswissenschaftler:

-Das mit den Nerven ist zu akzeptieren – das betrifft ihn persönlich.
-Eine ganze Generation von Jugendlichen zu verunglimpfen ist nicht in Ordnung.
-Das dort nicht mehr ausgebildet wird ist sehr akzeptabel, denn hier liegt eher eine Nichteignung zur Ausbildung vor.
-Nach so vielen Jahren, unzähligen Praktikanten und Azubis ist der Ausstieg aus der Ausbildung völlig in Ordnung. Das Unternehmen hat schon viel geleistet.
-Ich verstehe nicht genau was gemeint ist mit „auf Handwerksbetriebe losgelassen…“. Wer lässt wen los? Und was ist normal? Und ist das nicht der Nachwuchs *seiner* Generation?

Es ist wenig redlich von mir, den Unternehmer als Menschen und seine Mail hier so aufzuschreiben. Ich hoffe wirklich, dass es nur eine Momentaufnahme ist und ich bin sicher, dass er viele Jahre sicher auch gut ausgebildet hat. Ich verstehe das Geschriebene eher als eine Art Hilferuf und vielleicht ist es auch in einer gewissen Weise eine Art von Verzweiflung. Allerdings verzweifeln all die Jugendlichen (und ich) auch an Menschen, die diese Haltung haben. Egal warum die Haltung entstanden ist. Unser Nachwuchs verhält sich so, wie es die Rahmenbedingungen erlauben. Und die haben wir gemacht – auch dieser Metaller. Nicht die Jugendlichen. Die müssen mit der globalen Kritik an ihrem Stand einfach nur zurecht kommen. Das mussten sie schon immer.

Ich empfehle dazu diesen Beitrag https://bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt/

 

 

1 Kommentar zu „Wenn ein Unternehmer allein durch seine Haltung als nicht ausbildungsreif…

  1. Meine Rede:
    Jede Eltern- und Großelterngeneration „macht“ die Nachfolgegeneration. Kinder und Jugendliche werden durch die Erwachsenen erzogen und sozialisiert, orientieren sich an ihnen als Vorbilder.
    Und ja: Pädagogik ist komplexer geworden, erfordert mehr Zeit und damit Geld.
    Und Ich kann jeden verstehen, der sich entscheidet, nicht mehr so viel in die Ausbildung junger Menschen investieren zu können und zu wollen.
    Aber jeder Unternehmer ist auch für das Recruiting und die Auswahl von den eigenen Azubis verantwortlich und damit auch dafür, sich in diesen Disziplinen selbst fortzubilden oder jemanden zu beauftragen, der das kann.
    Für mich ist diese Aussage ein weiteres Puzzleteil „Fachkräftemangel ist an vielen Stellen hausgemacht“

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