Der Inhaber und Meister (Herr Musterheizung) eines kleineren Handwerksbetriebes mit 3 Mitarbeitern, ist auf der Suche nach einem geeignetem Bewerber für einen Auszubildungsplatz zum Anlagenmechaniker in Sanitär Heizung und Klimatechnik. Der Betrieb, der hier Musterheizung heißt, hat schon einmal ausgebildet. Das war vor einigen Jahren. Dann gab es einmal ein größeres Problem mit einem Azubi und Musterheizung hatte die Nase voll. Er strich die Ausbildung. Da er aber seine Belegschaft erweitern möchte (die Auftragsbücher sind voll), fasst er den Entschluss, wieder auszubilden.

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„Und wieder ein neues Portal welches verspricht, schneller willige, leistungsfähige und super Jugendliche für eine Ausbildung zu finden. Und noch eins, welches auch die perfekte Fachkraft punktgenau, passgenau und zeitnah im Betrieb landen lässt“ so höre ich öfter bei Gesprächen mit Betriebsinhabern. „Die kochen auch alle nur mit Wasser“ und „das klappte da auch nicht wie ich es mir vorstellte“ sind Sätze, die nur allzu oft folgen. „Scheint offenbar ja kein Problem der Vermittler oder Sucher zu sein, sondern eher der Bewerber – da zeigt sich mal wieder, dass die Anforderungen die man …

Suche nach Nachwuchs verlagert sich zur Suche der besten Sucher – Problem bleibt bestehen
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Eine Provokation – mögen machen sagen, die alles dafür tun, dass Jugendliche z.B. in eine betriebliche Ausbildung einmünden. Allerdings passiert hier viel, was einfach Konsequenzen haben kann, die man trotz aller Zugewandheit nicht abschätzen kann. So gibt es auch „Bewerbungstrainer“, deren einziges Ziel jedoch der Verkauf z.B. von Krankenversicherungen ist. Und dies über das Vehikel von Assesmentcenter oder Bewerbungstraining, wie es so gerne angeboten wird. Wie auch immer hat Bewerbungstraining einen hohen Stellenwert und wird mannigfaltig ausgeübt. Hinweise, Ratschläge und „Zeigen von Verhaltensweisen“. Zeigen, was der Jugendliche tun soll. Aber was bedeutet …

Bewerbungsdressur – teilweise fatal für die Menschen
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Die Deutschen identifizieren sich, gegenüber vielen anderen Nationalitäten, im Besonderen über ihren Beruf und ihre Arbeit. Die Berufswahl besitzt neben dem Finden eines Berufs zum Einkommenserwerb auch die Aufgabe, diesen mit einer bestimmten Vorstellung eines „lebensglücklichen“ Berufes zu versehen. In diesem Rahmen habe ich in verschiedenen Beiträgen die Berufswahl auch im historischen Kontext betrachtet. Im Verlauf der Geschichte hat sich schon einiges im Übergang behinderter Menschen getan, wenngleich der größte Fortschritt heute der ist, dass die Existenz behinderter Menschen gesellschaftlich anerkannt ist. Zu früheren Zeiten war die Rede von Krüppeln, Versehrten und …

Menschen mit Behinderung – über berufliche Identifikation, Berufswahl und qualitative Zuverlässigkeit
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von Christian Münch Während in der breiten Öffentlichkeit der Begriff „Inklusion“ überwiegend mit dem Schulbereich in Verbindung gebracht und kontrovers diskutiert wird, gibt es auch bei der Teilhabe am Arbeitsleben eine intensive Auseinandersetzung mit der Umsetzung von Inklusion. Die Rahmenbedingungen und damit verbundenen Fragestellungen sind jedoch andere: Sie bieten bei der Umsetzung von Inklusion Chancen, stellen aber auch besondere Anforderungen an die Beteiligten. Die Schwierigkeit der Annäherung und Vermittlung Inklusion – oder die „Teilhabe an Arbeit“ – ist ein breit gefächertes Thema. Hinzu kommt die Schwierigkeit des schmalen Grades zwischen theoretischer Diskussion …

Inklusion in der Arbeitswelt? – ein Perspektivwechsel
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„Die Jugendlichen können unsere Anforderungen nicht mehr erfüllen – Ausnahmen gibt es natürlich“ lautet die oft gehörte Klage der Betriebe. „Wir wollen doch einen Ausbildungsplatz, aber wir  werden ni cht genommen obwohl genug Ausbildungsplätze frei sind“ vernimmt man im Gegenzug von Jugendlichen, denen das Ganze unverständlich ist. „Das Matching passt nicht“, sagen viele, die versuchen Jugendliche auf  Ausbildungsplätze zu vermitteln. Dabei führen alle Akteure Begründungen an, die einzeln betrachtet durchaus nachvollziehbar und verständlich sind. Auch deshalb gibt es unzählige Projekte, die ein besseres Matching ermöglichen sollen und versuchen, möglichst alle Bedürfnisse zu …

Betriebe und Jugendliche – Ein kommunikativer Teufelskreis
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Dieser Beitrag bezieht sich auf die größte Gruppe von Betrieben unter Berücksichtigung der Mitarbeiterzahl. 95 Prozent aller Betriebe in Deutschland haben weniger als 50 Mitarbeiter und damit in aller Regel keine reinen Personalabteilungen. Bei den Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern, die 90 % aller Betriebe in Deutschland ausmachen, finden sich üblicherweise keine Mitarbeiter, die sich hauptberuflich mit dem Personal beschäftigen, geschweige denn mit dem Nachwuchs. Denn hier ist noch der Unterschied der Zielgruppe zu vermerken, da Bewerber um eine Ausbildung in aller Regel Jugendliche sind, die aufgrund ihrer psychologischen Entwicklungsstufe und …

Kleine Betriebe im Übergangsgeschehen maches mal überfordert mehr

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Unter Lernortkooperation wird die Zusammenarbeit aller an der beruflichen Bildung mitwirkenden Institutionen, die in der beruflichen Bildung involviert sind, verstanden. […] Die Lernortkooperation kann sich auf inhaltliche, methodische, konzeptionelle oder auch finanzielle Zusammenarbeit beziehen. Lernortkooperationen dienen einer Verbesserung der Qualität beruflicher Bildung und können die Ausbildungsbereitschaft erhöhen (vgl. Euler, 2004, S. 94 ff). Es finden sich verpflichtende Lernortkooperationen im Handwerk gemäß Bundesgesetzgebung innerhalb des dualen Berufsbildungssystems zwischen Handwerks- und handwerksähnlichen Betrieben und Berufsschulen (Berufskollegs). In vielen Ausbildungsordnungen finden sich darüber hinaus noch Vorschriften, die überbetriebliche Ausbildungsstätten als dritten Lernort einbeziehen. Diese Möglichkeit …

Lernortkooperation in der beruflichen Bildung im Handwerk mehr

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